Kükenaufzucht: Anleitung mit Tipps für ein gesundes Wachstum
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Kükenaufzucht: Tipps für die optimale Aufzucht zuhause

Nach einer erfolgreichen Brut beginnt die Zeit der Kükenaufzucht. Auch bei dieser gibt es für Hühnerzüchter und Besitzer anderer Geflügelarten viel zu beachten. So gilt es, für die kleinen Tiere die besten Bedingungen herzustellen, um eine gesunde Entwicklung und ein normales Wachstum zu unterstützen. Dabei sollte sich die Kunstbrut stets an den in der Naturbrut herrschenden Bedingungen orientieren. So sorgt die Glucke nicht nur für ausreichend Nahrung, sondern auch für Schutz und Wärme.
In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, worauf es in den ersten Tagen nach dem Schlüpfen ankommt und wie Sie die Küken bestmöglich unterstützen können. Dabei bieten wir Ihnen eine praktische Anleitung, die alle wichtigen Aspekte beinhaltet. Um Ihnen einen übersichtlichen Einstieg in dieses umfangreiche Thema zu bieten, haben wir diesen Artikel in mehrere Abschnitte unterteilt. So können Sie schnell die Informationen finden, die Sie benötigen:

  1. Vorbereitung auf die Aufzucht von Hühnerküken
  2. Das brauchen die Küken in den ersten Tagen
  3. Die Küken kommen zu den Hühnern
  4. Fazit: Erfolgreiche Kükenaufzucht leicht gemacht
  5. Häufig gestellte Fragen zur Kükenaufzucht

Vorbereitung auf die Aufzucht von Hühnerküken

Die richtige Aufzucht beginnt mit der richtigen Vorbereitung als Grundstein für ein gesundes Aufwachsen der Küken. So sollte eine geeignete Umgebung für die kleinen Hühner geschaffen werden. Perfekt als Behausung sind zum Beispiel Aufzuchtboxen geeignet.
Außerdem sollte schon vor dem Schlupftag sauberes Wasser und geeignete Nahrung bereitstehen. Auch für eine Wärmequelle sollte schon im Vorfeld gesorgt werden. Wichtig ist es auch, sich über die Bedürfnisse und Eigenheiten der jeweiligen Hühnerrasse zu informieren.

Kükenaufzucht: ein geschlüpftes Küken

Das brauchen die Küken in den ersten Tagen

Mutter Natur hat die kleinen Küken schon mit vielen Eigenschaften ausgestattet, die das Überleben erleichtern. Als Hühnerzüchter können und sollten Sie jedoch dafür sorgen, dass die besten Bedingungen für eine gesunde Entwicklung vorherrschen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen die wichtigsten Voraussetzungen, die für eine gute Entwicklung und ein langes Leben der Küken wichtig sind.

Das richtige Futter und Wasser

In den ersten 24 Stunden nach dem Schlupf benötigen die Küken noch kein Futter. Sie sind mit einem Dottersack ausgestattet, der sie in den ersten Stunden nach der Geburt mit den nötigen Nährstoffen versorgt. Beim Umsetzen der Küken vom Flächenbrüter in ein Kükenheim sollte bereits das nötige Futter und Wasser zur Verfügung stehen. Bei der Auswahl des Futters sollte Wert auf hochwertige Produkte gelegt werden. Besonders empfehlenswert ist ein Kükenstarterfutter, das den Tieren alle Nährstoffe bietet, die sie in den ersten Tagen benötigen. Auch etwas Abwechslung kann nicht schaden, weshalb neben dem Tierfutter auch Ersatzfutter wie Weizenschrot oder Legemehl verfüttert werden sollte. Wir können auch empfehlen, einen Futterautomaten für Hühner zu verwenden, der das Futter in der richtigen, gesunden Menge an die Küken ausgibt. Die Versorgung mit Wasser ist hingegen denkbar einfach. Sorgen Sie einfach dafür, dass es frisch und klar ist. Auch für das Wasser gibt es spezielle Kükentränken mit einem flachen Rand, was das mögliche Ertrinken verhindert

Kükenaufzucht: Küken werden gefüttert

Wärme und Schutz für die frisch geschlüpften Küken

Die Temperatur ist bereits bei der Brut ein entscheidender Faktor. Doch auch nach dem Schlüpfen sollten es die Küken wohlig warm haben. Um bei der Unterbringung für die nötige Wärme zu sorgen, können Sie Rotlichtstrahler verwenden oder Wärmeplatten nutzen, die für eine natürliche Wärmeverteilung sorgen. In den ersten Tagen sollte die Temperatur bei 36 °C liegen. Wichtig ist dabei, in der Behausung auch Stellen sicherzustellen, die weniger warm sind, damit sich die Küken bei Bedarf zurückziehen können.
Mit einem Brutthermometer können Sie die Temperatur in verschiedenen Bereichen genau unter die Lupe nehmen und bei Bedarf nachjustieren. In den nächsten Wochen, wenn sich die ersten Federn bilden, kann die Temperatur schrittweise gesenkt werden. Als Faustregel gilt, dass die Temperatur ab dem 5. Tag alle 2 Tage um 1 °C gesenkt werden kann. Dabei sollte die Untergrenze von 18 °C jedoch nicht unterschritten werden.

Kükenaufzucht: Küken unter einer Wärmeplatte

Bewegungsfreiheit

Auch wenn die Küken in den ersten Minuten nach dem Schlüpfen feucht und erschöpft sind, haben sie sich schon bald erholt und beginnen unter lautem Piepsen neugierig die Umgebung zu erkunden. Damit die lebhaften Küken genug Raum zu erkunden haben, ist eine großzügige Behausung unverzichtbar. Die Küken benötigen die Bewegungsfreiheit, um sich richtig entwickeln zu können. Auch wenn Sie es in den ersten Stunden nach dem Schlüpfen gut in der Brutmaschine aushalten, empfehlen wir, sie danach schnell in eine geeignete Unterbringung umzusiedeln. Wichtig ist dabei auch für ausreichend Licht zu sorgen. Nur so können sich die Küken orientieren und sich sicher bewegen. Doch auch hierbei ist das richtige Maß entscheidend, denn übermäßige Helligkeit kann die Augen der Küken schädigen.

Sauberkeit und Hygiene

Auch Sauberkeit und Hygiene in der Unterbringung sind wichtig, um die Gesundheit der Küken zu schützen und Infektionen zu verhindern. Das Wichtigste dafür ist die regelmäßige Reinigung der Aufzuchtbox, um Bakterien und andere Krankheitserreger zu entfernen.
Die Hygiene fängt jedoch bereits beim verantwortungsvollen Hühnerzüchter an. So sollten Sie sich vor und nach dem Umgang mit den Küken die Hände waschen, um Krankheitsübertragungen in beide Richtungen zu vermeiden.
Wichtig ist auch die regelmäßige Gesundheitskontrolle der Küken. Sie sollten sie regelmäßig kontrollieren und auf Anzeichen von Verletzungen und Krankheiten überprüfen. Hier kommt auch die Vorsorge ins Spiel. Das bedeutet, dass Sie die Küken regelmäßig impfen sollten, um sie vor den häufigsten Krankheiten zu schützen.

Kükenaufzucht: ein sauberer Stall mit Küken

Die Küken kommen zu den Hühnern

Alles hat irgendwann ein Ende, auch die Aufzucht der kleinen Küken. Nach etwa acht Wochen hat sich das Gefieder der Tiere voll ausgebildet und sie sind ein gutes Stück gewachsen. Dabei ist es wichtig, die neuen und alten Tiere langsam aneinander zu gewöhnen. Richten Sie den neuen Hühnern dafür mit einem Zaun einen separaten Bereich im Hühnerstall ein. So können sich die Alteingesessenen langsam an die Neuzugänge gewöhnen. Je nach Dynamik kann der Zaun nach 3 bis 10 Tagen entfernt werden.

Fazit: Erfolgreiche Kükenaufzucht leicht gemacht

Bei der Kükenaufzucht gibt es einige Aspekte zu beachten. Jetzt sind Sie jedoch über alles informiert, was es für eine gesunde Aufzucht der frisch geschlüpften Tiere zu beachten gibt. Achten Sie nach der Brut darauf, dass für die nötige Wärme, ausreichend Freiraum und nach spätestens dem ersten Tag für angemessenes Futter und Wasser gesorgt ist.

Häufig gestellte Fragen zur Kükenaufzucht

Wenn an dieser Stelle noch Fragen über die Aufzucht von Küken offen sein sollten, sind Sie hier genau richtig. Im Folgenden haben wir die häufigsten Fragen von Hobbyzüchtern wie Profis gesammelt und übersichtlich für Sie beantwortet:

Wie kann Technik bei der Kükenaufzucht unterstützen?

Mit moderner Wärmetechnik können Sie für eine gleichbleibend behagliche Temperatur für die Küken sorgen. Doch Technik kann schon vor der eigentlichen Aufzucht unterstützen. So kann ein Brutautomat vollautomatisch für eine hohe Schlupfrate sorgen, was durch das Thermostat und den jeweiligen Wendeeinsatz der Brutmaschine gelingt, der die Eier konstant wendet.

Dürfen Küken Grünfutter bekommen?

Ja, aber erst ab der 2. oder 3. Woche. Besonders geeignet sind Löwenzahn, Salatblätter oder fein geriebene Karotten.

Wie oft müssen Küken gefüttert werden?

Für die Küken sollten Futter und Wasser rund um die Uhr zugänglich sein. Die Tiere fressen mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt.